Zahnbleaching - die größten Mythen entschlüsselt

Zahnbleaching - die größten Mythen entschlüsselt

Im Zeitalter des Internets machen viele Menschen von der Möglichkeit Gebrauch, sich über verschiedenste Dienstleistungen vor dem Besuch beim Spezialisten kundig zu machen. Obwohl dies natürlich generell wünschenswert ist, kommt es doch häufig zu Verwechslungen und Falschinformationen auf Kundenseite.

 

Nach nunmehr 15 Jahren Erfahrung im Geschäft haben wir bereits all erdenklichen Fragen, Meinungen und Horrorstorys über professionelle Zahnaufhellung von Kunden in unserer Praxis in Zürich gehört. Um Ihnen eine bessere Entscheidungsgrundlage und ein wohleres Gefühl für den nächsten Zahnarztbesuch zu geben, haben wir im Folgenden einige der häufigsten Mythen bezüglich des Zähne Bleichens für Sie versucht zu entschlüsseln.

Schmerzen bei der Zahnaufhellung

Die Frage ob eine Bleaching Behandlung grundsätzlich mit starken Schmerzen verbunden ist kann klar mit „Nein“ beantworten werden. Eine fachmännisch durchgeführte Behandlung (ein sogenanntes In-Office Bleaching oder Home Bleaching) mit professioneller Voruntersuchung stellt für den Patienten kein Risiko dar.  

 

In Ausnahmefällen, meist hervorgerufen durch eine unzureichende Voruntersuchung auf Karies oder Paradentitis, kann es zu Schmerzen während des Bleaching Prozesses kommen. Um die Gründe hierfür besser zu verstehen, müssen wir uns die Zusammensetzung der Zähne sowie die angewandte Methode beim bleichen der Zähne etwas genauer anschauen.

 

Vereinfacht gesagt bestehen unsere Zähne aus einer äußeren Schicht, dem Zahnschmelz, und einer inneren Schicht, dem Dentin. Durch Genussmittel wie Tee, Zigaretten und Kaffee können sich unserer Zähne verfärben. Die beim Verzehr entstehenden Färbemittel dringen dabei in die äußere Schicht unserer Zähne ein, wodurch es zu starken Verfärbungen kommen kann. Beim Bleaching selbst werden Bleichmittelchemikalien verwendet um den Zahnschmelz – die Äußere Schicht unserer Zähne – aufzuhellen. Der Wirkstoff dringt dabei in den Zahnschmelz ein und bleicht die verfärbten Stellen aus.

 

Sollte bei der Voruntersuchung eine Karies bzw. Paradentitis Erkrankung übersehen worden sein, so können die verwendeten Chemikalien bei der Zahnaufhellung auf den Entzündungsherd im Zahnschmelz/Dentin oder dem Zahnfleisch treffen, welche wiederum zu Schmerzen beim Patienten führen können.

 

Um dieser Situation vorzubeugen, werden die wichtigsten Themen und Fragen in einem Beratungsgespräch vorab mit Ihrem Dentalhygieniker geklärt.

 

In Ausnahmefällen kann es trotz einer ausgiebigen Voruntersuchung zu kleineren Überempfindlichkeiten während des Bleaching Prozesses kommen. Hierbei verspüren Patienten meist einen kurzen und stechenden Schmerz, welcher aber direkt wieder abklingt.

 

Das Bleichen von Zähnen ist kein schonender Prozess, so dass es nach einer Zahnaufhellung relativ häufig zu Zahnempfindlichkeiten kommen kann. Diese sind jedoch nur vorübergehend und verschwinden sobald sich der Zahn reminalisiert hat. Der Prozess der Reminalisierung sollte maximal einige Tage andauern. Aktiv kann dieser durch trinken von Milch unterstützt werden, welche Kalzium an den Zahn abgibt und ihm damit hilft zu alter Stärke zu finden.

Zähne bleichen greift die Zahnstruktur an

Viele Menschen denken, dass eine professionelle Zahnaufhellung negative Auswirkungen auf die Zahnstruktur hat. Zahnschmelz und Dentin könnten durch die verwendeten Chemikalien dauerhaft geschwächt werden. Dies ist ein weiterer Mythos mit dem wir uns an dieser Stelle beschäftigen wollen.

 

Obwohl das technische Verfahren der Zahnaufhellung bereits seit Jahrzehnten praktiziert wird, haben sich erst in den letzten Jahren Studien mit diesem Verfahren beschäftigt um Antworten für Konsumenten zu liefern. Herauszuheben ist hierbei eine Studie der Produktlinie Opalesence PF, welche der American Association of Dental Research vorliegt. Es wurde festgestellt, dass die Anwendung des Produkts Opalescence PF aktiv Karies entgegenwirkt und diese zur Verbesserung der Gesundheit und Stärke des Zahnschmelzes beiträgt. Probanden der Studie haben nach erfolgter Behandlung weiter über verminderte Zahnempfindlichkeiten berichtet.

 

Da die vom professionellen Dentalhygieniker verwendeten Bleichmittel nur in die äußeren Schichten des Zahns eindringen, ist mit Schäden an der Zahnstruktur somit nicht zu rechnen. 

Keine dauerhaften Ergebnisse

Man kann keine stichhaltigen Aussagen über die Halbwertszeit einer Bleaching Behandlung bei jedem einzelnen Menschen treffen. Viele Faktoren spielen dabei eine wichtige Rolle. Unter anderem die Ess- und Putzgewohnheiten jedes Einzelnen: Ein starker Verzehr von Genussmitteln mit färbenden Inhaltsstoffen führt natürlich zu einer schnelleren Verblassung des Aufhellungseffekts. Generell sollte bei einer professionellen Zahnaufhellung in der Praxis davon ausgegangen werden, dass das Resultat bis zu 3 Jahre deutlich sichtbar ist.

 

Viele zahnärztliche Praxen oder Dentalhygieniker bieten Ihren Kunden darüber hinaus den Service einer „Fresh-Up“ Zahnaufhellung an. Diese Art der Behandlung eignet sich vor allem für Menschen die bereits Erfahrung mit einem vollumfänglichen Bleaching durch den Fachmann gemacht haben, und nun eine Auffrischung Ihrer Zahnfarbe wünschen.

 

Um eine optimale Haltbarkeit und das gewünschte Ergebnis zu erzielen, ist ein ausführliches Beratungsgespräch beim Zahnarzt oder Dentalhygieniker zu empfehlen. Hier werden Sie über diverse Behandlungsmethoden sowie mögliche Risiken fachmännisch aufgeklärt.

 

Wir hoffen hiermit einige der größten Mythen des Zahnbleaching für Sie entschlüsselt zu haben. Einem angenehmen Besuch beim Dentalhygieniker sollte somit hoffentlich nichts im Wege stehen.

 

 

Ihr Bleaching24.ch Team!

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